Fruchtfleisch aus der Dose. Der letzte Schrei in der veganen Szene ist tatsächlich eine Frucht, die als Imitat für das so beliebte Pulled Pork dienen soll. Letzteres dient seit einigen Jahren als das Zeichen für unverfälschte Barbecues,  Gourmetburger und echte Männer. Dem so zelebrierten Fleischkonsum begegnet das vegane Fruchtfleisch wie eine semiotische Kampfansage, die Gesundheit, Fitness und kluge Frauen ins Feld führt. Und die erst noch das Argument „zeitgemäss“ auf ihrer Seite hat.

Pulled Jackfrucht Veggie Burger mit Ranch Dressing
Pulled Jackfrucht Veggie Burger mit Ranch Dressing

Wer nun folgert, vegane Ernährung sei eine kulinarische Antwort auf neoliberale Bedingungen, die eine Flexibilisierung und Fitnessorientierung des Lebens und Arbeitens einfordern, liegt so falsch nicht. Sie oder er vergisst höchstens, dass die Unterscheidung von ‘männlicher’ und ‘weiblicher’ Nahrung nicht nur vagen Geschlechterstereotypen, sondern der Geschichte der Industrialisierung entspringt. Und möglicherweise verkennt sie oder er auch, wie sehr der Kapitalismus seit 150 Jahren bestimmt, welche Nahrung für uns gut und richtig ist. Wer sich das alles merkt, weiß, dass es nicht nur nur unsere individuelle Entscheidung ist, ob wir Schweinefleisch oder Jackfruit auf unserem Burger haben.

Fleisch, Industrialisierung und Kostsätze

Mit der Industrialisierung verändert sich die Frage der Ernährungsversorgung grundlegend. Die Arbeit verlagert sich vom Land in die Fabriken der Städte und vom ‚Ganzen Haus‘ in die bürgerliche Kernfamilie. Während in unteren Klassen die gesamte Familie arbeiten muss, um der gänzlichen Verelendung zu entgehen, entsteht in bürgerlichen Schichten eine vergeschlechtlichte Arbeitsteilung. Auf diese ist der Kapitalismus fortan angewiesen. Männern wird die öffentliche Sphäre, Frauen die heimische Sphäre und damit die Reproduktionsarbeit zugeschrieben. Wie die Historikerin Karin Hausen (1976) herausarbeitet, wurde diese Arbeitsteilung biologisch begründet: Angeborene  „Geschlechtscharaktere“ differenzierten fortan Mann und Frau in zwei komplementäre, aber fundamental unterschiedliche Geschlechter. Damit hat das naturwissenschaftliche Wissen auf Kosten der Religion die Deutungshoheit über all das errungen, was eine Frau zur Frau und was einen Mann zum Mann macht.

Wieviel Wärme steckt in einem Stoff? Kalorimeter messen die Wärme, die bei physikalischen, chemischen oder biologischen Prozessen freigesetzt oder aufgenommen wird. Im Bild: Berthelots Kalorimeter (2. Hälfte des 19. Jh.), der in überarbeiteter Form heute noch zum Einsatz kommt.
Wieviel Wärme steckt in einem Stoff? Kalorimeter messen die Wärme, die bei physikalischen, chemischen oder biologischen Prozessen freigesetzt oder aufgenommen wird. Im Bild: Berthelots Kalorimeter (2. Hälfte des 19. Jh.), der in überarbeiteter Form heute noch zum Einsatz kommt.

Fast zeitgleich erklären die Naturwissenschaften auch die Ernährung zu einem rein körperlichen Prozess. Mit der Erfindung der Kalorie schaffen sie einen engen Zusammenhang zwischen körperlicher Arbeitskraft und Ernährung. Der arbeitende Mann „verbrenne“, so das Paradigma, wie eine Dampfmaschine seine Nahrung. Der wissenschaftlichen Berechnung des Nahrungsbedarfs in Abhängigkeit der geleisteten Arbeit stand nun nichts mehr im Wege. Ende des 19. Jahrhunderts legten sogenannte „Kostsätze“ fest, wie viel Nahrung für einen Kranken, einen Gefangenen oder einen Arbeiter notwendig ist. Die Rationen dienten zudem als Grundlage für staatliche Maßnahmen, eine „bedarfsgerechte“ Ernährungsweise und damit das „Existenzminimum“ festzulegen, um der Verelendung Einhalt zu gebieten.

„Auf der Grundlage der Kostsätze wurde empirisch überprüft, ob proletarische Familien ‚rationell‘ haushalten oder ‚überflüssige Ausgaben‘ tätigen und deshalb in Not geraten. Diese Betrachtungsweise verlagerte die Gründe von Mangel- und Unterernährung von den Ursachen, den schlechten Arbeitsbedingungen und der materiellen Not, hin zur Konsumseite: Die proletarischen Haushalte konsumierten falsch“ (Barlösius 2011: 61)

Kostsätze aus: Engel, Ernst. 1895. Die Lebenskosten belgischer Arbeiter-Familien früher und jetzt, Dresden. 1. Klasse meint "Bedürftige", 2. Klasse "Auskommende", 3. Klasse "Sparfähige".
Kostsätze aus: Engel, Ernst. 1895. Die Lebenskosten belgischer Arbeiter-Familien früher und jetzt, Dresden. 1. Klasse meint „Bedürftige“, 2. Klasse „Auskommende“, 3. Klasse „Sparfähige“.

Die Ernährungswissenschaften trugen mit ihren Bedarfskalkulationen zur Rechtfertigung niedriger Löhne und der Ausbeutung proletarischer Arbeitskraft bei. Das Verhältnis von Ernährungskosten und Arbeitserträgen war in dieser Vorstellung nun exakt berechen- und somit optimierbar.

Doch nicht nur die Berechenbarkeit der Menge, auch die Frage, wer welche Art von Lebensmitteln konsumieren solle, erhielt eine naturwissenschaftliche Begründung. Hierfür war die zuvor biologisch ‚bewiesene‘ Differenzierung der Geschlechter relevant: So entstanden Ernährungsempfehlungen, die dem Mann den Verzehr von Fleisch geradezu nahelegten. In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts setzte sich die Annahme durch, „dass es einen direkten Weg vom Fleischkonsum, über den Muskelaufbau zur männlich interpretierten Energie und Leistungsfähigkeit gibt“ (Fischer 2015: 53). Der Mann braucht Fleisch – so die naturwissenschaftlich gestützte Annahme. Die Biologisierung und Naturalisierung von Geschlecht betrifft also nicht nur die Zuweisung von Tätigkeitssphären, sondern auch die Ernährungsweise. Und beides ist eng mit der Klassenlage und dem kapitalistischen Verwertungsprozess verwoben.

Geschmack, Luxus und Notwendigkeit

Nach dem Zweiten Weltkrieg kommt die Industriegesellschaft im Westen zur vollen Blüte und mit ihr der Massenkonsum. In weiten Teilen der Gesellschaften herrscht eine durchrationalisierte Produktionsweise und vergeschlechtlichte Arbeitsteilung vor – allerdings mit neuen Anforderungen. Insofern Frauen zunehmend den Broterwerb in Teilzeitarbeit mitbestreiten, sind sie sowohl in die Produktions- wie auch in die Reproduktionssphäre eingebunden. Die Soziologin und Geschlechterforscherin Regina Becker-Schmidt (2004) bezeichnet dies als die „doppelte Vergesellschaftung der Frau“. Interessanterweise gelten aber in der heterosexuellen Kernfamilie nun die Männer als „Familienernährer“, da sie hierzu die finanziellen Mittel durch die höher bewertete Vollzeitarbeit beschaffen.

Was sich im 19. Jahrhundert abzeichnete, stabilisiert sich in den angeblichen Wunderjahren: Zwischen den sozialen Klassen einerseits, den Geschlechtern andererseits bestehen erhebliche Ernährungsunterschiede. In seiner Studie Die feinen Unterschiede (1979) unterscheidet der Soziologe Pierre Bourdieu zwei klassenspezifische Ernährungsstile: den Luxus- und den Notwendigkeitsgeschmack. Die Regulative staatlicher und wissenschaftlicher Institutionen gehen, so Bourdieu, den Menschen so in Fleisch und Blut über, dass sich deren Geschmack an der sozialen Position, sprich: der Klassenlage orientiert. Bourdieu kritisiert daher die Annahme, die Vorliebe für bestimmte Speisen habe etwas mit freiem Willen und individueller Geschmacksentwicklung zu tun.

Männer produzieren, Frauen reproduzieren; bürgerliche Schichten speisen Form, proletarische Funktion.

Als Resultat des Zwangs zur „kostensparenden Reproduktion der Arbeitskraft“ richtet sich der Notwendigkeitsgeschmack auf „nährende und sparsame Nahrung“. Insofern die bürgerliche Klasse den proletarischen Geschmack aber als frei erwählter interpretiert, wird er zum „Aufhänger für Klassenrassismus“. Die oberen unterstellen den unteren Schichten eine zwar trotzige, aber freiwillige Vorliebe für Fettes und Ungesundes (Bourdieu 1987: 290).

2014 speisen alle Schichten Fleisch - mit geringen Abweichungen: die reichsten Männer verzehren deutlich weniger Fleisch. Quelle: Heinrich-Böll-Stiftung. 2014. Fleischatlas Extra: Abfall und Verschwendung.
2014 speisen alle Schichten Fleisch – mit geringen Abweichungen: die reichsten Männer verzehren deutlich weniger. Quelle: Heinrich-Böll-Stiftung. 2014. Fleischatlas Extra: Abfall und Verschwendung.

Die entgegengesetzten Geschmäcker gehen zusätzlich mit einem „Körperschema“ einher. Das sind häufig unbewusste Annahmen darüber, welche Konsequenzen Essen für den Körper habe und wie dieser Körper überhaupt sein solle. Der proletarische, körperlich arbeitende Mann braucht sein Fleisch. Damit schreiben sich die in Zeiten der Industrialisierung gereiften Unterschiede fort: Männer produzieren, Frauen reproduzieren; bürgerliche Schichten speisen Form, proletarische Funktion.

Gesundheit, Schönheit und Selbstverantwortung

Mit der Auflösung der fordistisch rationalisierten Arbeitsorganisation treten wir in das Zeitalter des Neoliberalismus ein. Der Übergang von einem aktiven Sozial- zu einem aktivierenden Managementstaat macht sich auch in der Gesundheitspolitik bemerkbar. Der Soziologe Stephan Lessenich (2008) stellt u. a. am Beispiel der Kampagne Fit statt Fett der Deutschen Bundesregierung eine staatliche Motivation zur individuellen Selbstverantwortung fest. Um Gesundheitskosten zu reduzieren, haben die Bürger ihre Leistungsfähigkeit und Gesundheit selbst in die Hand zu nehmen. Zugleich bedrohen Einkommensunsicherheiten und Reallohnverluste die Position der Männer als ausschließliche ‚Familienernährer‘. Nicht nur das Fleisch, der ganze Speiseplan wird so zur konfliktreichen Aushandlungssache.

2016 brachte LEGO die Hausmann-Figur auf den Markt.

Die Flexibilisierung der Arbeit führt außerdem zur Auflösung der Mahlzeit im Kreise der Familie, im Zuge dessen das Auswärtsessen eine neue soziale und ästhetische Bedeutung erlangt. Das Speisen in unterschiedlichen Gemeinschaften dient weniger der Ernährung, mehr der Kommunikation und Repräsentation (vgl. Rückert-John et al. 2011: 43f.).

Diese Ästhetisierung bestätigen Zeitschriften wie Beef!, die sich an „Männer mit Geschmack“ richten. Bio- und Veggie-Siegel sorgen nicht nur für Vertrauen, sondern auch für einen angemessenen food und life style. Von der Nahrungsaufnahme dehnt sich die Stilisierung auf unsere Körper aus. Mit Smartphones überwachen wir unseren Körper, erhalten dafür Bonuspunkte bei der Krankenkasse und präsentieren unser fittes Selbst in sozialen Medien. Im neoliberalen Selbstverständnis akzeptieren wir die selbstverantwortliche Sorge um unseren Körper – als Sorge, die hoffentlich auch Spaß macht. Fit for fun.

Gerade in wertekonservativen, familienzentrierten Milieus scheint die neue Rollenverteilung wenig Reibung zu verursachen: Frauen als Hauptverdiener, Männer als Hausmänner (vgl. Koppetsch und Speck 2015).
Gerade in wertekonservativen, familienzentrierten Milieus scheint die neue Rollenverteilung wenig Reibung zu verursachen: Frauen als Hauptverdiener, Männer als Hausmänner (vgl. Koppetsch und Speck 2015).

Bourdieus Analyse der Nachkriegsgesellschaft zeichnet den menschlichen Körper noch als Ergebnis einer vergeschlechtlichen und stratifizierten Ernährungsweise. Der Neoliberalismus legt den Menschen hingegen ein Verständnis nahe, das den Körper nicht mehr als Schicksal, sondern als zu bearbeitende Ressource begreift. Gleiches gilt für die soziale Position. Auch sie soll nicht mehr ein Los, sondern eine Chance sein. Jede*r ist ihres Glückes Schmied*in. Körper sind nicht mehr Schicksal, sondern zu einer prekären Gestaltungsaufgabe geworden, die zugleich eine Ressource für sozialen Erfolg darstellt (vgl. Villa 2013). Unterlassen wir die Arbeit am Selbst, droht der Verlust der Anerkennung: als gesunder, erfolgreicher, junger Mann – zum Beispiel.

Dieses Management kommt einer „Kunst der kleinen Arrangements“ (Kaufmann 2006: 31) gleich, mit der wir unser Wissen und Gewissen und die Anforderungen gegenwärtiger Ernährungs- und Körperkulturen auf einen Nenner zu bringen versuchen, daran aber häufig scheitern, vielleicht sogar scheitern müssen. Diese Widersprüche zeigen sich auch in der familiären Aufteilung der Ernährungsversorgung – sei es, dass wir uns für egalitärer einschätzen, als wir wirklich sind; sei es, dass wir uns für traditioneller halten, als es die Lebensumstände zulassen.

Das Erbe der Industrialisierung

Ob Fleisch oder nicht – was wir essen, hängt nicht von angeborenen, sondern sozial geprägten Vorlieben ab. Und sie sind eine Antwort auf die Bedingungen, die eine kapitalistische Gesellschaft in all ihren Facetten für uns mit sich gebracht hat. Die Industrialisierung schuf das Modell von männlich dominierter Produktion und weiblich konnotierter Reproduktionsarbeit. Kostsätze legten das alimentäre Existenzminimum fest, das zum Erhalt der Arbeiter*innenfamilie nötig war.

In der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts entfaltet sich das gezeichnete Bild: Zum einen verfestigt sich die Unterscheidung zwischen männlich kraftspendenden und weiblich gesunden Speisen, zum anderen hat sich die gesellschaftliche Schichtung tief in unsere kulinarischen Vorlieben eingegraben.

Der Neoliberalismus hat mit der Entgrenzung von Leben und Arbeit, dem Appell an Selbstverantwortung und der Dienstleistungsorientierung Bedingungen gesetzt, die sich konflikt- und widerspruchsreich zum Erbe der Industriegesellschaft gesellen. Nach wie vor wird ein Existenzminimum – konkret das sogenannte „Hartz IV“ – mit einem Ernährungsbedarf begründet: zwar nicht mehr mit Kalorienvorgaben, wohl aber mit einem „üblichen“, d.h. statistisch errechneten Einkaufskorb. Nach wie vor ist die Orientierung an einem Männlichkeitskonzept des „Ernährers“, der nicht unbedingt viel mit der Ernährung, außer dem essen selbst, zu tun hat, persistent.

Wir erleben folglich ein Nebeneinander verschiedener Anforderungen an die Ernährung, die wir in kleinen und großen Arrangements unter einen Hut bekommen müssen. Und wer daran scheitert, ist, so das neoliberale Credo, selber schuld.

Literatur

Barlösius, Eva. 2011. Soziologie des Essens. Eine sozial- und kulturwissenschaftliche Einführung in die Ernährungsforschung. Weinheim.

Becker-Schmidt, Regina. 2004. „Doppelte Vergesellschaftung von Frauen. Divergenzen und Brückenschläge zwischen Privat- und Erwerbsleben“. In: Ruth Becker und Beate Kortendiek (Hg.): Handbuch Frauen- und Geschlechterforschung. Wiesbaden, S. 62–71.

Bourdieu, Pierre. 1987. Die feinen Unterschiede. Kritik der gesellschaftlichen Urteilskraft. Frankfurt am Main.

Fischer, Ole. 2015. „Männlichkeit und Fleischkonsum – historische Annäherungen an eine gegenwärtige Gesundheitsthematik“. Medizinhistorisches Journal 50 (1): S. 42–65.

Hausen, Karin. 1976. „Die  Polarisierung  der  ’Geschlechtscharaktere’  –  Eine Spiegelung der Dissoziation von Erwerbs- und Familienleben“. In: Werner Conze (Hg.): Sozialgeschichte der Familie in der Neuzeit Europas. Stuttgart.

Kaufmann, Jean-Claude. 2006. Kochende Leidenschaft. Soziologie vom Kochen und Essen. Konstanz.

Koppetsch, Cornelia; Speck, Sarah. 2015. Wenn der Mann kein Ernährer mehr ist – Geschlechterkonflikte in Krisenzeiten. Frankfurt am Main.

Lessenich, Stephan. 2008. Die Neuerfindung des Sozialen. Der Sozialstaat im flexiblen Kapitalismus. Bielefeld.

Paulitz, Tanja; Winter, Martin (2017): „Ernährung und (vergeschlechtlichte) Körper diesseits dichotomer Kategorien. Theoretische Sondierungen zur Untersuchung des ‚Stoffwechsels‘ von Gesellschaft und Natur.“ Leviathan. Berliner Zeitschrift für Sozialwissenschaft 45 (3), S. 381–403.

Rückert-John, Jana; John, René; Niessen, Jan. 2011. „Nachhaltige Ernährung außer Haus – der Essalltag von Morgen“. In: Angelika Ploeger; Hirfschfelder, Gunther; Schönberger, Gesa (Hg.). Die Zukunft auf dem Tisch. Wiesbaden, S. 41–55.

Villa, Paula-Irene. 2013. „Prekäre Körper in prekären Zeiten – Ambivalenzen gegenwärtiger somatischer Technologien des Selbst.” In: Ralf Mayer, Christiane Thompson, and Michael Wimmer (Hg.), Inszenierung und Optimierung des Selbst. Wiesbaden, S. 57–73.

Bildnachweis

Das Titelbild zeigt die britische Premierministerin Margaret Thatcher zusammen mit dem früheren US-Präsidenten Ronald Reagan beim Dinner an der Downing Street. 1989. Zwei Jahre zuvor verkündete die Iron Lady eine neue Ära mit mehr Selbstverantwortung und weniger Staat. Ihr „There is no such thing as society“ setzte den verbalen Auftakt zum neoliberalen Zeitalter (Getty Images).

Martin Winter

Martin Winter

Martin Winter ist Soziologe. Er hat in Graz studiert, war einige Jahre an der RWTH Aachen beschäftigt und ist derzeit wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Soziologie an der TU Darmstadt. Er interessiert sich für die Themen Essen und Ernährung, sowie Musik und Klang.

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